Was tun, wenn es zwei Meinungen gibt?

 

Bekommt Drucker A oder Drucker B den Auftrag für die neuen Prospekte? Kaufen wir die grünen Bürostühle der Firma X oder die blauen der Firma Y?

 

Was tun, wenn nach Abwägung aller objektiven Kriterien zwei Meinungen einander gegenüberstehen, weil keine der Varianten eindeutig die bessere ist?

 

Gleichgültig, wer in dieser Situation die Entscheidung trifft: bei denjenigen, die übergangen worden sind, bleibt ein schlechtes Gefühl zurück.

 

Schlagen Sie deshalb Ihrem Team in dieser Situation doch mal folgende Vorgehensweise vor:

 

  1. Konsequenzen feststellen:
    Sammeln Sie in einem Brainstorming alle Konsequenzen der Entscheidung A und B. Trennen Sie bewusst nicht in Vor- und Nachteile. Je mehr Konsequenzen Sie finden, umso eher gibt es Punkte, die alle mittragen können.
  2. Vor- und Nachteile ermitteln:
    Dazu stellen Sie sich nun gemeinsam die Fragen: Welche Vorteile nehmen wir bei A und B in Anspruch? Welche Nachteile nehmen wir bei A und B in Kauf?
  3. Nachteile minimieren:
    Überlegen Sie jetzt für beide Varianten, was tun Sie können, um möglichst viele Vorteile in Anspruch und möglichst wenige Nachteile in Kauf zu nehmen.
  4. Machen Sie aus den Nachteilen Aufgaben: Entwickeln Sie Ideen, wie Sie die Vorteile verstärken und die Nachteile abschwächen können. Vielleicht können Sie mit Drucker A ja nochmals über den Rabatt verhandeln; oder mit Drucker B darüber sprechen, ob er Ihnen die Prospekte frei Haus liefert ...
  5. Treffen Sie jetzt die Entscheidung:
    Selbst wenn Ihr Team immer noch in zwei Lager gespalten ist, wird die
    Entscheidung von den Überstimmten leichter mitgetragen werden können, da jeder am Prozess beteiligt war.

 

Noch einen großen Vorteil hat diese Vorgehensweise: Die Lösung wird optimiert, da im Laufe der Diskussion Verbesserungen gefunden werden.