Neue Inhalte gehirngerecht vermitteln

Entlastung für unseren Arbeitsspeicher

 

Der Arbeitsspeicher im menschlichen Gehirn ist so klein, dass man reklamieren müsste, wenn man wüsste wo. Beim Vermitteln neuer Inhalte läuft der Speicher sehr schnell voll.

 

Was der Arbeitsspeicher nicht verträgt:       

  • Rasches Sprechen: Weil die neue Information die alte überschreibt.
  • Schnelle Abfolge von Folien und Charts.
  • Informationen ohne erkennbaren Zusammenhang: Jede ist dann neu und verbraucht einen ganzen Speicherplatz; die Informationen können nicht „gepackt“ werden.
  • Informationen werden nicht gut erklärt: Neues braucht mehr Speicherplatz.
  • Keine Wiederholungen, Zusammenfassungen, Beispiele usw.  - dem Gehirn bleibt keine Zeit für eine Umwandlung in eine längere Speicherform.
  • Doppelbelastung von Zentren z.B. Sprachzentrum: Man zeigt Folien mit viel Text und liefert gleichzeitig einen komplexen Kommentar dazu.

 

Was kann man tun, um den Arbeitsspeicher zu entlasten:

 

Mit Powerpoint

 

Geben Sie jeder Folie eine aussagekräftige Überschrift. Präsentieren Sie zunächst nur diese Überschrift, bevor die Details gezeigt werden.

 

Zeigen Sie dann die gesamte Folie (mit wenigen Inhalten), lassen die Zuhörer zunächst alles in Ruhe aufnehmen und erläutern dann die einzelnen Punkte.

 

Zeigen Sie den Punkt an, über den Sie gerade sprechen, indem Sie ihn mit einem Klick in einer anderen Farbe hervorheben oder mit dem Pointer zeigen.

 

Streuen Sie im Abstand von einigen Minuten Folien ein, die das Wichtigste der letzten Phase zusammenfassen. Gestalten Sie diese Folien grafisch anders, so dass der Zuhörer sofort sieht, jetzt kommt nochmals eine besondere Erinnerungshilfe.

 

Gestalten Sie diese zusammenfassende Folie zum Beispiel wie ein Mind-Map. Sie können diese dann gleich zu Beginn zeigen, um einen Überblick zu geben. Die Folie blenden Sie immer dann ein, wenn ein bestimmter Abschnitt zu Ende ist. Der dazu gehörige Informationsteil ist dann hervorgehoben.

 

Mit dem Flipchart

 

Der Vorteil des Flipcharts ist, dass die Inhalte vor den Augen der Zuhörer entstehen und dass die Charts – an der Wand aufgereiht – einen guten Überblick über die zurückgelegte Strecke geben. Das entlastet den Arbeitsspeicher sehr.

 

Gestalten Sie die Charts übersichtlich und gut lesbar; verwenden Sie mehrere Farben.

 

Nutzen Sie das Flipchart, um die wesentlichen Inhalte Ihrer PPP zusammenzufassen oder um zwischendurch besonders schwierige Punkte nochmals anschaulich aufzubereiten.

 

Mit der Pinnwand

 

Die Pinnwand eignet sich besonders, um komplexe Themen übersichtlich zu machen, da die einzelnen Karten immer wieder neu gruppiert oder ergänzt werden können.

 

Oft sind die gängigen Karten zu klein, nutzen Sie dann DIN A4-Seiten oder Streifen des Flipchart-Papiers, um auch größere Inhalte unterzubringen.

 

Mit dem Handout

 

Geben Sie Ihren Zuhörern während einer längeren Präsentation mit Powerpoint ein Navi-Handout an die Hand. Hier sind alle wichtigen Stationen Ihrer Präsentation übersichtlich aufgeführt und Ihr Zuhörer kann sich jederzeit orientieren, an welcher Stelle Sie sich befinden, und behält so den Überblick und erkennt den Gesamtzusammenhang.